Gemeinsam begleiten,
gemeinsam unterstützen.
Wenn Sie mitwirken möchten,
melden Sie sich gern bei uns!
Wir schenken Nähe in der letzten Lebensphase, entlasten Angehörige, begleiten Trauernde und bieten Vorbereitungskurse für Menschen an, die ehrenamtlich Sterbende begleiten möchten.
Mit Weitsicht und großem Engagement – unser Vorstand für den Hospizverein Hildesheim.
.Unsere Ehrenamtlichen haben einen umfassenden Vorbereitungskurs erfolgreich absolviert und begleiten schwerkranke Menschen sowie deren An- und Zugehörige mit Respekt, Einfühlungsvermögen und Achtsamkeit. Dabei richten sie sich nach den individuellen Wünschen und Bedürfnissen der Betroffenen und achten deren Recht auf Selbstbestimmung – gerade am Lebensende. Offenheit, Selbstreflexion und der sensible Umgang mit den eigenen Grenzen gehören ebenso dazu wie regelmäßige Fortbildungen, Supervision und die Wahrung der Schweigepflicht. Ihr Engagement ist das Herz unseres Vereins und macht es möglich, Menschen in einer der schwersten Phasen des Lebens verlässlich zur Seite zu stehen. Die Begleitungen werden nach einem persönlichen Erstgespräch durch unsere Koordinatorinnen vermittelt, sodass eine vertrauensvolle und passende Unterstützung entstehen kann. Aktuell engagieren sich 97 Frauen und Männer im Alter zwischen 30 und 86 Jahren bei uns – Menschen mit vielfältigen Lebenserfahrungen, aus unterschiedlichen Berufen und Lebenssituationen. Gemeinsam schenken sie Zeit, Nähe und Zuwendung.
Ich engagiere mich im Hospizverein, weil es mir wichtig ist, dass niemand mit schwerer Krankheit oder beim Sterben alleine bleiben muss. Ich bringe mich mit großer Freude ein. Aus meinen Begegnungen habe ich gelernt, den Sterbenden mit einer inneren Ruhe zu begegnen. Überrascht hat mich, dass ich so viel über mich selber gelernt habe.
Ich engagiere mich im Hospizverein, weil mein Beruf der Krankenschwester für mich Berufung war und seitdem ich ihn nicht mehr ausübe, eine ehrenamtliche Aufgabe in einem verwandten Umfeld gesucht habe. Ich bringe mich ein mit der Begleitung schwerkranker Menschen und deren Zugehöriger, ebenso in der Repräsentation des Hospizvereins in der Öffentlichkeit, z. B. durch Infostände.
Aus meinen Begegnungen nehme ich mit, wie wichtig es ist, einen Menschen ein Stück des schweren Weges zu begleiten, ein wenig ihrer Angst zu nehmen und eine Weile bei ihnen sein zu dürfen. Überrascht hat mich, wie mutig und vielfältig Menschen mit ihren Situationen umgehen und wieviel Positives ich für mich und mein Leben daraus mitnehmen darf.
Ich engagiere mich im Hospizverein, weil ich es interessant finde, Menschen auf verschiedenen Ebenen zu begegnen. Ich bringe mich ein, Menschen im Trauer- und Sterbeprozess auf Augenhöhe zu begegnen. Aus meinen Begegnungen nehme ich mit, dass man gemeinsam lachen kann und dass eine Begleitung ,,traurig schön“ sein kann. Überrascht hat mich, dass es keinen Altersunterschied gibt, um Menschen im Sterbeprozess zu begleiten.
Ich engagiere mich im Hospizverein, weil sich durch persönliche Erlebnisse mit Krankheit, Sterben und Tod in meiner Familie der Wunsch gebildet hat, auch anderen Menschen in ihren schwierigen Situationen beistehen und begleiten zu wollen. Ich bringe mich ein mit zuhören oder hinhören, wenn keine Worte mehr gesprochen werden können. Ich bin ganz da und stelle mich auf das ein, was die sterbenskranke Person in dem Moment braucht. Ich kann das, was ist, da sein lassen und schwere Situationen tragen. Aus meinen Begegnungen nehme ich mit, häufig berührt zu sein oder ich erlebe ein Gefühl von Demut und Respekt vor den unterschiedlichen Krankheits- und Sterbeprozessen und wie die Menschen damit umgehen. Überrascht hat mich, dass meine Furcht vor dem Tod und dem Sterben sehr viel kleiner geworden ist und an Bedrohung verloren hat. Mein Leben hat an Intensität gewonnen und der Augenblick an Bedeutung.
Ich engagiere mich im Hospizverein, weil ich durch meinen Beruf in der Pflege gemerkt habe, dass uns Pflegekräften oft leider die Zeit fehlt, uns intensiv um die Menschen zu kümmern, die ihren letzten Weg angefangen haben. Durch mein Ehrenamt beim Hospizverein kann ich die Pflegekräfte entlasten und unterstützen, damit jede/r die Zeit bekommt die sie/er haben möchte. Ich bringe mich ein mit meiner freien Zeit,
die ich Menschen in dieser besonderen Situation schenke. Aus meinen Begegnungen nehme ich mit, dass jeder Mensch unterschiedlich ist und keine Begleitung wie die andere.
Überrascht hat mich, dass der letzte Weg für jeden so unterschiedlich ist und ich froh bin, ein Teil von diesem Weg mitgehen zu dürfen.
Ich engagiere mich im Hospizverein, weil ich Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten möchte. Ich bringe mich ein mit meiner offenen, ehrlichen und authentischen Art. Aus meinen Begegnungen nehme ich ganz viel Ehrfurcht und Dankbarkeit mit. Überrascht hat mich, dass mich diese Arbeit einmal so mit Leben (er)füllt.
Ich engagiere mich im Hospizverein, weil ich Menschen in ihrer letzten Lebensphase gern begleite und somit meine Zeit schenke. Ich bringe mich ein mit meiner Empathie, meiner Aufmerksamkeit und meinem Zuhören.
Aus meinen Begegnungen nehme ich mit, dass ich oft Dankbarkeit spüre und das Gefühl, etwas sehr Wertvolles zu tun. Überrascht hat mich, dass ich nach zehn Jahren Sterbebegleitung immer noch von meiner Tätigkeit überzeugt bin, da es meine Berufung ist.
Ich engagiere mich beim Hospizverein, weil ich Menschen in ihrer letzten Lebensphase beistehen möchte. Vor allem dort, wo Zugehörige überfordert oder Menschen allein sind. Ich bringe mich ein mit meinem Dasein, meiner Ruhe, als Zuhörer und Gesprächspartner. Aus meinen Begegnungen nehme ich mit, wieviel Verantwortung mit dieser Aufgabe verbunden ist, wieviel Vertrauen mir entgegengebracht wird und dass sich mein Blick auf Sterben und Tod verändert hat. Überrascht hat mich die Offenheit der Ehrenamtlichen im Rahmen der Aus- und Weiterbildung, die Unbefangenheit und das Vertrauen Betroffener und wie gut ich mit den unterschiedlichen Situationen umgehen kann. Und – es darf auch gelacht werden 😊
Ich engagiere mich im Hospizverein, weil ich Menschen in der letzten Lebensphase Mut, Zuversicht und Zeit schenken und dabei mithelfen möchte,
dass diese Menschen weniger einsam sind. Ich bringe mich ein mit meiner Fähigkeit zuhören zu können, Geschichten zu erzählen, meinem Humor und meiner Freude zu lachen.
Aus meinen Begleitungen nehme ich mit, wie groß die Freude über eine Verabredung mit einem fremden Menschen sein kann. Wie groß die Einsamkeit zuweilen ist, aber auch der Dank für die geschenkte Zeit. Überrascht hat mich, wie gering die Kenntnisse über das Sterben sind (und auch bei mir waren) und es daher wichtig ist, mehr darüber zu sprechen, da es uns alle betrifft.
Ich engagiere mich im Hospizverein,
weil ich Menschen auf ihrer letzten Reise begleiten möchte, um ihnen Zeit und Zuversicht zu schenken, den Zugehörigen beizustehen und Mut zuzusprechen. Ich bringe mich ein, in dem ich mich zurücknehme und die Situation auf mich wirken lasse, um intuitiv die gemeinsame Zeit zu gestalten und auf die jeweiligen Bedürfnisse einzugehen oder einfach nur Dasein, um die Hand zu halten.
Aus meinen Begegnungen nehme ich Demut und Dankbarkeit mit. Dankbar, dass ich den Menschen kennenlernen durfte, Vertrauen, was mir während der Zeit entgegengebracht wurde und letztlich, worauf es im Leben eigentlich ankommt. Überrascht hat mich die Offenheit der Menschen, wie auch die mir entgegengebrachte Wertschätzung
und die vielen schönen Momente, die es in der Begleitung gibt.
Ich engagiere mich im Hospizverein, weil jedes Leben einen Anfang und ein Ende hat: So, wie wir Hilfe bei unserer Geburt benötigen, soll auch niemand unfreiwillig beim Sterben alleine gelassen werden. Ich bringe mich ein mit meinem Willen, Sterbenden, Schwerkranken und Zugehörigen Zeit zu geben, mit meiner Fähigkeit zuzuhören und meinem Wunsch, aus der Erfahrung anderer etwas für das eigene Leben mitzunehmen. Aus meinen Begegnungen erwächst Demut für mein eigenes Dasein und die Erkenntnis, dass wir unsere Sterbenden wahrnehmen und gebührend verabschieden sollten, statt sie zu ignorieren. Überrascht hat mich, wie nah man Fremden in sehr kurzer Zeit und in einer absoluten Ausnahmesituation kommen kann.
Ich engagiere mich im Hospizverein, weil ich Lust auf Begegnungen mit Menschen habe und mich die letzte Lebensphase interessiert. Ich bringe mich ein mit meiner Ruhe, meiner Neugier und meinem Optimismus.
Aus meinen Begegnungen nehme ich Bereicherung, Inspiration und Abwechslung mit. Überrascht hat mich, dass eigentlich immer wieder Überraschendes passiert, keine Begleitung ist wie die andere, kein Besuch wie der vorherige.
Ich engagiere mich im Hospizverein, weil ich meine Kraft anderen Menschen mit auf den Weg geben möchte. Ich bringe mich ein, mit dem, was meine Begleitung benötigt, und freue mich, im gemeinsamen Austausch die Person
und mich besser kennenzulernen.
Aus meinen Begegnungen nehme ich Wertschätzung mit. Wertschätzung für das Leben, das die mir anvertraute Person gelebt hat und Wertschätzung für das, was ich erlebt habe.
Überrascht hat mich manche Klarheit über den nahenden Tod meiner Begleitung und deren gelassene Erwartung des Unvermeidlichen mit dem Wissen, dass es gut ist, so wie es kommt.
“Ich engagiere mich im Hospizverein, weil das Sterben genauso wertvoll ist, wie das Leben. Ich bringe mich ein und erfahre durch die Begleitung neue Seiten meines Lebens. Aus meinen Begleitungen nehme ich mit, wie kostbar die Zeit zu zweit ist. Überrascht hat mich, dass die Auseinandersetzung mit dem Tod mein Leben bereichert hat.”
Vertrauen verbindet, durch unsere Kooperationen schaffen wir mehr Nähe und Unterstützung.
Unsere Mitgliedschaften stärken unser fachliches Fundament.
Assistierter Suizid in Deutschland
Seit Februar 2020 ist es in Deutschland grundsätzlich möglich, bei einem Suizid assistiert zu werden, wenn die Entscheidung frei und selbstbestimmt getroffen wird. Das Bundesverfassungsgericht hat das frühere Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe (§ 217 StGB) für verfassungswidrig erklärt und damit das Recht auf selbstbestimmtes Sterben gestärkt. Gleichzeitig gibt es nach wie vor keine klaren gesetzlichen Regelungen, die Rahmenbedingungen, Schutzmechanismen und Verfahrenswege verbindlich festlegen. Diese Unschärfe kann Unsicherheit für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte schaffen. Um Orientierung zu geben, hat unser Verein ein Papier zum Thema „Assistierter Suizid“ veröffentlicht, das sich an dem Orientierungspapier des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) orientiert. Es erläutert zentrale ethische Überlegungen, Voraussetzungen und verantwortungsvolle Vorgehensweisen – und zeigt, wie wir in diesem sensiblen Bereich achtsam begleiten. Das Dokument steht auf unserer Website zum Download bereit.
Die Satzung legt die grundlegenden Ziele, Aufgaben und Strukturen unseres Vereins fest. Sie regelt, wie wir zusammenarbeiten, Entscheidungen treffen und unsere Arbeit organisieren. Derzeit wird die Satzung überarbeitet, um sie an aktuelle Entwicklungen anzupassen. Bis zur Verabschiedung der neuen Fassung steht die noch gültige Version hier zum Download bereit.